Im Februar 1751 beendete Faustina 54-jährig mit letzten großen Auftritten (13 Vorstellungen von Il Ciro riconosciuto, große Oper von Hasse nach Metastasio) ihre 35-jährige Bühnenlaufbahn. Sie hatte ihr Publikum, ihre Sängerkollegen, ihren Mann inspiriert, dabei auch drei Kinder großgezogen.

Ebenfalls 1751, wurde am 29. Juni, dem Tag der Heiligen Petrus und Paulus, die neue Katholische Hofkirche geweiht. Hasse schrieb die Musik zur Weihe, ein Te Deum D-Dur und eine Messe d-Moll. Fast ununterbrochen ist seither dieses Te Deum in der Hofkirche alljährlich aufgeführt worden. Für die erste Aufführung nach der Zerstörung Dresdens 1945 rekonstruierte der Bratschist Geyer die Musik aus dem Gedächtnis, damit sie bei der Einweihung des linken Seitenschiffes als provisorischer Kirche wiederum als musikalische Weihe dienen konnte.
Zur 250-Jahr-Feier im Juni 2001 erklangen beide Werke im Festgottesdienst in der längst wiedererstandenen Kirche.

Hatte Hasse bis 1751 schon eine stattliche Anzahl von Kirchenmusiken komponiert, so begann jetzt ein neuer Abschnitt in diesem Schaffen, beeinflusst unter anderem durch die schwierigen akustischen Bedingungen der Hofkirche. Hasses Musik ist der Bachs fast entgegengesetzt zu nennen: auch sie ist stark, positiv, tiefgläubig, aber dabei ohne jede Strafpredigt, musikalisch opernhaft, sehr differenziert und von einer Unbeschwertheit und gleichzeitig einer Verinnerlichung und direkten menschlichen Gefühlstiefe, von einem Chiaroscuro, das zum vielfach angestellten Vergleich mit den Gemälden Correggios führte.

Das wird unschwer erkennen, wer sich mit den bis lang ins 19. Jahrhundert hinein populären Oratorien I pellegrini al sepolcro di Nostro Signore (Die Pilger am Grabe unseres Herrn), Sant` Elena al Calvario (Die hl. Kaiserin Helena am Kalvarienberg) und La conversione di Sant’Agostino (Die Bekehrung des  Hl. Augustinus) beschäftigt, die jetzt ihr Publikum langsam, aber sicher zurückerobern. 

Mit Uraufführungen von Attilio Regolo (1750 noch mit Faustina),  Adriano in Siria, SolimanoL ’Eroe cinese, Artemisia, einer Ezio-Revision, einem Re pastore (in Hubertusburg) und einer Olimpiade erreichte das Hassesche Gesamtkunstwerk  seinen absoluten Höhepunkt. Die zweite Ezio-Vertonung bezeichnete der große Verehrer und Pfleger des Hasse-Erbes, Johann Adam Hiller, als eine der (musikalisch) schönsten Hasse-Opern; dazu kam ein unvorstellbarer Aufwand mit über 400 Statisten und fast 120 lebenden Tieren. Zwischen Artemisia und Ezio traf 1754 Raffaels Sixtinische Madonna in Dresden ein.

Am 14. Juni 1756 erteilte der Kurfürst-König Hasse das Privileg zum Druck seiner „Opern und musicalischen Werke“ (die ja Hofeigentum waren) durch Breitkopf, Leipzig (der Verlag hatte 1755 den Druck mit beweglichen Notentypen eingeführt). Es wäre die erste gedruckte Werkausgabe eines Komponisten gewesen – doch, was immer auch vorbereitet gewesen sein mag: Nach der Beschießung  Dresdens durch die Preußen am 19. Juni 1760 war Hasses Wohnhaus niedergebrannt (ebenso wie das von Bernardo Bellotto).
Über die Verluste wird heute noch spekuliert. Der Carus-Verlag Stuttgart brachte 1999 den ersten, preisgekrönten Band der nun neu begonnenen Werkausgabe heraus.

August III. (Friedrich August II.) war nach Polen geflohen, aber die Hofmusik war in Dresden geblieben, und Friedrich II., der bereits 1756 Dresden besetzte, musizierte wieder regelmäßig mit Hasse, hörte eine Messe von Hasse am Cäcilienfest und gestattete den Hasses dann die Ausreise nach Venedig. Hier, in seiner zweiten Heimat, wurden wiederum Opern, Oratorien und weitere kirchliche Musik von Hasse uraufgeführt.

In Neapel gab es auf Einladung der aus Sachsen stammenden Königin Maria Amalie als Uraufführungen einen neuen Demofoonte, eine neue Clemenza di Tito, einen Achille in Sciro und einen neuen Artaserse.

In Wien wurden Alcide al bivio (Herkules am Scheideweg) und Il trionfo di Clelia uraufgeführt. Eine Reihe von Werken wurden in Warschau (ur)aufgeführt, Hasse war sicher im Herbst 1762 selbst dort. Im Gefolge des Königs kehrte er im April 1763 nach Sachsen zurück, und schon am 3. August hatte die Oper Siroe Premiere.
Jedoch war das leider kein Neubeginn nach dem Siebenjährigen Krieg.
August III. starb am 5. Oktober mitten in den Vorbereitungen zur Hauptprobe der Oper Leucippo, die in seinen Gemächern gerade beginnen sollte.
Als kurz darauf auch sein Nachfolger, Friedrich Christian, starb, war die Ära Dresden endgültig vorbei. Requiems waren die letzte Musik, die Hasse in Dresden dirigierte.

Am 20. Februar 1764 reiste Hasse mit seiner Familie nach Wien und blieb dort bis 1773.
Fürstenau schrieb: Mit ihm entflohen die Musen. Mit Unterbrechungen begann in Dresden das Wirken des Hasse-Schülers Naumann, der nach Fischietti dann Hasses zweiter Nachfolger als Kapellmeister  wurde.