In der Kirche von St. Petri und Pauli in Bergedorf wurde er am  25. März 1699 getauft. (Heute ist das Hasse-Geburtshaus Sitz des Hasse-Archivs und der Gesellschaft Bergedorf.)

Sein Großvater, sein Vater,  später sein jüngerer Bruder waren die Organisten an  dieser Kirche.
Wie Bach stammte er aus einer ziemlich weit verzweigten alten Kirchenmusikerfamilie. Unterricht in Gesang und Klavier (also Orgel, Cembalo) hatte er schon als Kind, sang als Sopran in der Kurrende mit.

1714 ging der 15-jährige Johann Adolph Hasse mit einem Stipendium nach Hamburg.

Als junger Tenor sang Hasse unter der Leitung von  Johann Mattheson, dem großen und universellen Musiker, Musikerzieher, Musikschriftsteller und Komponisten, Rollen in Oratorien. Wie Händel, nur einige Jahre später, kam er durch Mattheson an der Hamburger Oper, dem ersten deutschen Operntheaterjener Zeit, mit deutschen, aber italienisch ausgerichteten Opern in Berührung, insbesondere mit den Werken von Reinhard Keiser. Der musikalische Stil dieses bedeutenden Komponisten, den Hasse allerdings nie persönlich traf, hat ihn stark beeinflusst.

Vermutlich wurde Hasse nach seinen ersten Auftritten in Oratorien zuerst Tenorist an der Gänsemarktoper, begann auch zu komponieren und ging dann nach Braunschweig, wo er sang, komponierte und dirigierte. Er brachte dort am 11. 8. 1721 seine erste Oper (Antioco) heraus, in der er selbst die Titelrolle sang.  Sicherlich sang Hasse 1721 in Braunschweig auch in den Wiederaufnahmen von Keisers Hamburger Oper Die großmütige Tomyris.
Der Braunschweiger Fürst, Herzog August Wilhelm von Braunschweig-Wolfenbüttel, und der Braunschweiger Intendant, Komponist, Sänger und Dirigent Schürmann waren offensichtlich beeindruckt und schickten den jungen Mann zur Weiterbildung nach Italien, Neapel.


Schon bald war Hasse der Caro Sassone* der Italiener.

 

(* Sassone: Betonung auf dem a; bedeutete Sachse oder auch weniger spezifisch Norddeutscher)